Videostroboskopie

Die Beobachtung und Messung von schnellen Vorgängen ist generell mit teuren Hochgeschwindigkeitskameras möglich. Bei periodischen Vorgängen kann alternativ eine blitzende Stroboskopbeleuchtung eingesetzt werden um die Bewegungen darzustellen. Der Begriff Videostroboskopie stammt ursprünglich aus der diagnostischen Untersuchung von Stimmbändern. Wobei mit Kamera, Endoskop und Stroboskobeleuchtung die Bewegung der Stimmlippenbewegung beobachtet wird.

Unser innovatives System basiert auf der präzisen Synchronisierung einer digitalen Kamera mit dem periodischen Vorgang. Die Beleuchtung erfolgt dabei mit mit zeitlich konstanten LED-Lampen. Die Synchronisierung der digitalen Kamera erfordert ein periodisches Spannungssignal (COLA) von der Prüfeinrichtung (Frequenzgenerator/Shaker, Rotationsimpulsgeber, etc.). Unsere mikroprozessorgesteuerte Triggerelektronik (PhaseTriggerLS) analysiert dabei das Eingangssignal (Frequenz, Phase) und erzeugt ein darauf präzise phasenynchrones Triggersignal für die Kamera. Die Schwingungsfrequenz darf dabei viel größer sein (bis Faktor x1000) als die maximale Kamerabildrate.

Beispiel: Zeichnet die Kamera mit max. 30Hz auf und beträgt die Schwingungsfrequenz 100Hz so liefert das Triggersystem jeweils nach 3 Perioden einen neuen Triggerimpuls für die Kamera. Die folgenden Diagramme verdeutlichen den zeitlichen Ablauf:

Bei Triggerung mit konstanter Phase zum Eingangssignal ist die Bewegung des schwingenden Bauteils eingefroren ("Standbild"):
Phasentrigger

Videostroboskop still image 
Triggerung mit zeitlich variierender Phase (Phasensweep) wird die Bauteilbewegung in Zeitlupe visualisiert. Die Sweep-Geschwindigkeit lässt sich dabei variiern.
Phasensweep
 videostroboskop phase sweep


Unsere lichtempfindlichen, rauscharmen und hochauflösenden Industriekameras zeigen im Gegensatz zu Hochgeschwindigkeitskameras mehr Bilddetails.